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Massimo Fecchi
Massimo Fecchi wurde in Città di Castello (Perugia) geboren, hat aber immer in Rom gewohnt. Dort arbeitet und lebt er mit seiner Frau, 2 Kindern und seinem Kater „Orfeo“. Nach dem Erwerb seines Diploms beim Kunst-Institut in Rom begann Massimo sehr früh, sich für Comics und Cartoons zu interessieren. Doch lassen wir ihn selbst zu seinem künstlerischen Werdegang sprechen:
„Der erste Zeichner, den ich bewunderte, war Jacovitti, danach alle französische Zeichner (Uderzo, Pejo, Roba, etc…).
Am Anfang zeichnete ich Cartoons, danach die ersten Comics für einige italienische Verlage: Campi Editore, ‚Telezecchino’, Miao, Il giornalino sowie für einige italienische Tageszeitungen. In dieser Zeit gewann ich beim “Salone dei Comics di Lucca” den ersten Preis für einen neuen italienischen Comic-Charakter – ‚Globulo rosso’ “ (= „rotes Blutkörperchen“).
Zusammen mit Francesco Valeriani betrieb Massimo Fecchi schon in jungen Jahren ein Studio. Rolf Kauka und dessen Verlag hat Massimo durch das Giolitti Studio kennen gelernt, mit dem er zusammenarbeitete. Seit 1973 zeichnet er FF-Geschichten.
„Wir arbeiteten in Italien mit dem Giolitti Studio zusammen. Durch das Giolitti Studio arbeitete ich bei Warner Bros mit. Ich zeichnete fast alle Charaktere: ‚Bugs Bunny’, ‚Silvester’, ‚Tom und Jerry’, usw. Gleichzeitig begann ich für Kauka zu zeichnen. Am Anfang ‚Die 7 Schnuckel’, danach ‚Fix und Foxi’ und ‚Lupo’.
Das erste Mal, als ich nach Grünwald kam, war ich ungefähr 25 Jahre alt. Schon seit einigen Jahren arbeitete ich von Italien aus für Kauka (F.F. und ‚Die 7 Schnuckel’).In dieser Zeit hatte ich ein Studio zusammen mit Francesco Valeriani. Auch er zeichnete ‚Die 7 Schnuckel’ und kam mit mir nach Grünwald. Als ich in Grünwald ankam, hatte ganz schön geschneit, der Anblick des alten Schlosses war bezaubernd. Ich dachte, dass ein so fantastischer Ort ideal als Comic-Redaktion ist.“ Ich erinnere mich daran, dass ich den Style von Fix und Foxi zusammen mit Kostanjsek erlernte. Wir zeichnete in einem der Zimmer des Schlosses und manchmal hörten wir merkwürdige Geräusche, aber ich erinnere mich nicht daran, ein Gespenst gesehen zu haben.“
Nach seinem „Ausflügen“ nach Grünwald und später Rastatt arbeitete Massimo zumeist von seinem Studio in Rom aus. Per Post und Fax gingen Skizzen, Zeichnungen, Korrekturen und schließlich die gedruckten FF-Belegexemplare zwischen Grünwald und Rom hin und her. Dabei ließ es sich Massimo allerdings auch nicht nehmen, mal seinen Geburtstag in Rastatt mit der Redaktion zu feiern. Zu seinem Verhältnis zu seinen Kollegen und seiner künstlerischen Tätigkeit hat Massimo folgendes zu sagen:
„Oft habe ich Gebrauch von der Mitarbeit des Zeichners Rodolfo Valcarenghi für die Tusche gemacht. Auch er kam nach Grünwald in den frühen siebziger Jahren, um die Titelbilder von ‚Bussi-Bär’ zu zeichnen.Ich fasste Zuneigung besonders zum Charakter ‚Lupo’: Ich ersann und zeichnete die letzte Seite von ‚Fix und Foxi’ mit Lupo fast 20 Jahre lang. Ich habe mit Manfred Klinke, Helmut Murek und Florien Julino zusammengearbeitet und ich hege mit allen schöne Erinnerungen. Mit Florian Julino habe ich einige Jahre für ‚Pumuckl’ von Mascha Pohl Kauka gearbeitet. Mit Manfred Klinke habe ich einige Charaktere erfunden, zum Beispiel ‚Die Miesel’ und ‚Die Sniks’.
Ich habe Irene Kauka in ihrem schönen Haus in Circeo aufgrund einiger Arbeitstreffen kennen gelernt. Glücklicherweise hatte ich Ärger und Enttäuschungen nur in der letzten Zeit meiner Mitarbeit bei ‚Fix und Foxi’ mit dem letzten Direktor, von dem mir keine guten Erinnerungen blieben.“
Massimo Fecchi zeichnete ab 1978 so ziemlich alle Lupo- Onepager, die seitdem „Schnieff und Schnuff“ auf der letzten Seite des Heftes abgelöst haben. Als Pabel den Kauka-Verlag übernahm und die Radaktion nach Rastatt zog, wurde Massimo Fecchi einer von 4 Chefzeichnern. Einige Jahre zuvor, 1978, veröffentlichte die FF-Redaktion folgendes zu Massimo:
„Dieser Wirbelwind mit dem Pinsel, der alle Hände voll zu tun hat, ist der Muhammed Ali unter den Fix und Foxi- Zeichnern! Genau! Er ist nämlich der Größte mit seinen 1700 Millimetern! Er heißt Massimo Fecchi, ist waschechter Italiener und wohnt mit seiner Familie (einer netten Frau, 2 niedlichen Kindern und einer Katze) wo die meisten Italiener wohnen, nämlich in Rom. Massimo zeichnet seit 1973 Fix und Foxi - Geschichten. Er spricht eine Fremdsprache perfekt, und das ist italienisch. Sein deutsches Lieblingswort ist ‘unwichtig’, und das sagt er immer, wenn die Termine drängen (aber das sagt er nur so, bisher war er - fast - immer pünktlich). Oder hast du etwa schon mal dein Fix und Foxi nicht bekommen?“ (Quelle: FF 3/ 1978)
„Das Lernen der deutschen Sprache ist immer mein großes Problem gewesen. Ein Redakteur von ‚Fix und Foxi’ gab mir einen Tipp, um das Problem lösen zu können: Er lehrte mich ein einziges Wort, das mir ermöglichte, jede Schwierigkeit zu überwinden. Das Wort lautet: “unwichtig”. Ich muss zugeben, dass es funktioniert.“
Bei Pabel-Moewig war Massimo bis zur letzten Ausgabe des FF-Heftes bei VPM 1995 Chefzeichner und entwickelte dabei den Ratekrimi-Comic „Kommissar Kurz“. Er zeichnete auch die letzte FF-Weihnachtsstory von 1994, die leider nicht mehr veröffentlicht wurde. Die letzte veröffentlichte FF-Story wurde 1994 herausgegeben. Der Titel lautet „Der Herr der Träume“ (Nr.21/ 19.5.1994; 42 Jahrg.). Danach entwickelte er als Autor und Zeichner für VPM die Comic-Albumserie „Odysseus“, von der allerdings nur 3 Ausgaben in Deutschland erschienen sind.
„Für deutsche Verlage zeichnete ich auch andere Charaktere, zum Beispiel ‚Knax’ und den ‚Pumuckl’. Gleichzeitig durch das Giolitti Studio zeichnete ich den Charakter ‚Dee-Jay’ für englische Verlage. Der letzte meiner Charaktere, die im Deutschland herausgegeben wurden, ist ‚Odysseus’, von dem ich auch den Text schrieb. Gegenwärtig zeichne ich ‚Donald Duck’ und die anderen Disney Charaktere für den Egmont Verlag. Meine Geschichten werden in Deutschland im ‚Lustigen Taschenbuch herausgegeben. Manchmal arbeite ich für Hahn Film aus Berlin (Renada) und die Egnolf aus Köln (Albert) für die Erfindung der Cartoon-Charaktere. In Italien arbeite ich als Illustrator für Editrice S. Paolo und Edizioni Paoline weiter.“ In neuester Zeit zeichnet Massimo Fecchi regelmäßig für den dänischen Egmont-Verlag viele Donald Duck-Stories, die auch hierzulande in den Ausgaben des „Walt Disney’s Lustiges Taschenbuch“ erscheinen.
Im Frühjahr 2006 kehrte Massimo Fecchi als Zeichner zu Kauka zurück, um seine "Lieblingsserie", wie er Fix & Foxi nennt, weiter zu zeichnen.
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